Ein Festsonntag im oberen Erzgebirge IMGP4478

Mit allen Geschwistern der obererzgebirgischen Gemeinden einen gemeinsamen Gottesdienst feiern – dieses Anliegen hatten Brüder nach dem Bezirksmitarbeitertreffen im November 2009. Nachdem wir wegen dieser Sache gebetet hatten, kam Jan Veldhuizen zu einem Gemeindeseminar nach Thum. Jan hatte keine Ahnung von unseren Gedanken. Während des Mittagessens kamen wir auf das Umfeld und die Größe der Gemeinden hier im Erzgebirge zu sprechen. Unser Bruder gab uns seine Gedanken zu einem engeren Miteinander der vielen kleinen Geschwisterkreise in unserer Region mit auf den Weg. Das bestärkte uns in unserem Plan. Wir sprachen mit dem Bürgermeister der Stadt Thum, der uns ohne zu zögern das „Volkshaus“ zur Verfügung stellte. Unser HERR kann Menschenherzen lenken „wie Wasserbäche“.

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- so hieß das Thema des ersten gemeinsamen Gottesdienstes der 7 obererzgebirgischen Brüdergemeinden in Thum am 20. März. 2011. Über 300 Geschwister aus Auerbach/Erzgeb., Grünhain, Herold, Satzung, Sehma, Wiesa und Thum kamen im Thumer Volkshaus zusammen, um ein großes Fest zum Lob GOTTES zu feiern, darunter 30 holländische Gäste aus der Harmony-Gemeinde Enschede. Wir hatten bei Jan Veldhuizen angefragt, ob er die Predigt halten könne. Er sagte nicht nur zu, sondern brachte auch gleich noch die gesamte Tontechnik, seine Gesangsgruppe und andere reisefreudige Geschwister mit.

Der dreistündige Gottesdienst wurde von einem Musikteam aus Herold und Thum, den holländischen Geschwistern und einem Kinderchor ausgestaltet. Jan predigte über Eph. 3, 17-19:

Durch den Glauben wohne Christus in euren Herzen. In der Liebe verwurzelt und auf sie gegründet, sollt ihr zusammen mit allen Heiligen dazu fähig sein, die Länge und Breite, die Höhe und Tiefe zu ermessen und die Liebe Christi zu verstehen, die alle Erkenntnis übersteigt.“ Jans Botschaft an uns:

Es gibt Dinge, die schaffen wir nur gemeinsam. Die Globalisierung erfordert neue Wege, um Menschen für Gott zu erreichen. Eine kleine Gemeinde rackert sich vielleicht Sonntag für Sonntag ab, um den Gottesdienst zu gestalten. Und niemand kommt dazu. Dagegen wird eine größere Gemeinde von ihrer Umwelt mehr wahrgenommen und hat mehr Möglichkeiten, Aufgaben anzupacken. Viele Christen kommen – bildlich gesprochen - nur bis zum Brandopferaltar und zum Waschbecken, ohne das Heiligtum und das Allerheiligste zu betreten. Aber die völlige Gemeinschaft mit Gott gibt es nur dort. Wir sollten uns durchfluten lassen von Gottes Liebe und dadurch bereit werden, als Geschwister in der Gemeinde aufeinander zuzugehen, zusammen zu wachsen und schließlich zusammenzuwachsen. Das schafft die Grundlage für eine missionarische Ausrichtung, um Menschen für Gott zu gewinnen.

Es war ein unvergessliches und überwältigendes Erlebnis, gemeinsam in so großer Zahl unseren HERRN anzubeten. Die Loblieder ließen die Herzen höher schlagen. Unsere holländischen Gäste brachten mit ihrem Chor wunderschöne Musik und Texte ins Erzgebirge. Die Tischgemeinschaft zu Mittag war ein weiterer Höhepunkt dieses Festsonntages.

Wir danken unserem liebenden Gott für den gelungenen Tag, das sonnige Wetter und die Bereitschaft der holländischen Geschwister, diese weite Reise für nur knapp einen Tag auf sich zu nehmen. Unsere Hoffnung und unser Gebet sind, dass dieser Tag einen Denkanstoß in Richtung einer engeren Zusammenarbeit der Gemeinden gegeben hat – damit wir unseren Auftrag in dieser Welt besser oder überhaupt erfüllen können.

Unser HERR hat uns überreich gesegnet und wir durften einen winzigen Vorgeschmack auf das große Fest aller Erlösten bei unserem HERRN im Himmel erahnen.
IHM sei die Ehre.


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